Aussaat-Tipps Wann sät man ..? Wann erntet man ..? Gründüngung Rasen

Home

Gründüngung - Heilsame Kur für ausgelaugte Böden
Aktualisierungsdatum:

Nach der Ernte brauchen ausgezehrte Böden neue Nahrung. Am besten lässt sich dies mit Gründüngung bewirken, also Pflanzen, die viel Blatt- und Wurzelmasse entwickeln. Sie werden bei Blühbeginn oder nach den Frösten abgemäht und in den Boden gebracht, wo sie den Bodenlebewesen als Nährhumus dienen.
Was Gründüngung bewirkt:
Gründüngung verbessert den Boden preisgünstig auf natürliche Weise. Schwere Böden werden durch die Wurzeln gelockert und durchdrungen. Leichte Böden erhalten damit viel Humus.
Gründüngung beschattet den Boden, das bakterielle Bodenleben entwickeln sich optimal.
Mitglieder der Leguminosen-Familie (z.B.Lupinen, Kleearten, Luzerne) filtern natürlichen Stickstoff aus der Luft und speichern ihn in Wurzelknöllchen. Dünger wird erspart.
Düngerreste werden in Blättern, Trieben und Wurzeln aufgefangen, das umweltschädliche Abdriften in den Untergrund unterbleibt.
Gründüngung gleicht allzu enge Fruchtfolgen aus (z.B. mit Bienenfreund (Phacelia). Mit Studentenblumen (Tagetes) kann man schädliche Fadenwürmer (Nematoden) bekämpfen.

Für den Herbst eignen sich schnellwüchsige, nicht frostbeständige Arten wie:

- Düngelupinen (gelbe Süßlupinen). Mit Hilfe von Knöllchenbakterien reichern sie Stickstoff an, der im
   Boden frei wird. Besonders gut gedeihen danach Kartoffeln und Blattgemüse.

- Hülsenfruchtgemenge lockert auch in tiefen Schichten und bringt besonders viel Stickstoff in den Boden
  
- Luzerne bringt viel Blattmasse und Stickstoff. Die Blätter sind gutes Hasenfutter.

- Gelbsenf wächst besonders schnell und kann deshalb bis in den September gesät werden. Der Boden
   wird krümelig, Unkraut wird unterdrückt.

- Ölrettich hat ähnliche Eigenschaften wie Gelbsenf, wurzelt aber tiefer und entwickelt mehr Blattmasse.

- Bienenfreund (Phacelia) bildet eine sehr dichte Blattmasse, die das Unkraut unterdrückt Blüht üppig blau.

- Buchweizen bedeckt den Boden schnell und blüht herrlich rosa-weiß. Gute Bienenweide.

- Herbstrüben reichern den Boden mit viel Biomasse an.

- Tempogrün ist eine besonders schnell wachsende Mischung. Kann bis Anfang September gesät werden.

Für die Überwinterung eignen sich:

- Winterraps bildet ein dichtes Blätterdach mit viel Blatt- und Wurzelmasse.

- Inkarnatklee ist 2-jährig, bringt Stickstoff in den Boden und blüht herrlich rot.

- Serradella sammelt Stickstoff, für sandige bis mittelschwere Böden.

- Weißklee bildet eine dichte, dauerhafte Begrünung, durchwurzelt und lockert den Boden intensiv. Er ist 
   Stickstoffsammler

Aussaatzeit ist von April bis September. Der ideale Monat ist August. Säen Sie den Samen breitwürfig oder in Reihen von 20 cm Abstand und harken Sie alles flach ein. Gut feucht halten!

Tipp:
Raps, Herbstrüben, Ölrettich, Senf und Winterraps sind Kreuzblütler. Sie dürfen nicht auf Beete gesät werden, auf denen man später andere Kreuzblütler (z.B. Kohl) anbaut. Sonst wird die gefürchtete Kohlhernie-Krankheit übertragen.

Das ist die Idee: bunte Wildblumen statt Gründüngung

Brachliegende Böden, verdichtetes Baugelände und toter Boden brauchen dringend eine Belebung, bevor darauf gesät und gepflanzt werden kann. Gründüngung ist gut, doch mit einer farbenfrohen Wildblumen-Mischung schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn ihr Grundstück sieht in der Vorbereitungszeit überhaupt nicht langweilig aus. Je nach Wahl zaubert man mit der Amerikanischen Landblumenmischung' ein Stück Prairie ums Haus, mit 'Bella Africa' befinden Sie sich im sonnigen Südafrika, mit 'Bella Australia' ernten Sie australische Trockenblumen für winterliche Dekorationen und mit Bella Mediterranea' genießen Sie wochenlang Urlaubsstimmung wie auf Mallorca und Korsika. Wollen Sie Schnittblumen in Massen ernten, probieren Sie am besten den Blauen, Rosa, Weißen oder Orangen Strauß oder vielleicht die Mischung 'Ländlicher Charme'. Wird der Garten endgültig angelegt, arbeitet man die Blumen wie eine Gründüngung ein.

Fruchtfolgeprobleme auf Bio-Art beseitigen: Tagetes x patula 'Single Gold' hoch wirksam

Über kurz oder lang leiden intensiv genutzte Gärten an winzigen Bodenparasiten: Möhren werden beinig, Rosen wollen nicht mehr blühen, Erdbeerbeete zeigen Lücken und Kümmerwuchs, Porree, Zwiebeln und Sellerie haben dicke Wurzelbärte, Bohnen, Blumenzwiebeln und Obstbäume wollen nicht mehr wachsen. Die Erreger sind in Verdickungen der Wurzeln verkapselt. Nach der Ernte verbleiben sie im Boden und zapfen im Frühjahr neue Wirtspflanzen an. Boden- oder Wurzelälchen (Nematoden) sind u.a. für die sog. Bodenmüdigkeit verantwortlich. Sie sind ein weithin verkanntes Problem, das durch enge Fruchtfolge immer bedrohlicher wird. Dabei kann man es einfach, ohne Gift und sehr wirksam auf Bio-Art lösen. Natürliche Feindpflanzen der winzigen Würmer sind einige Sommerblumen.
Als besonders wirksam erwies sich in Versuchen und in der Praxis die Studentenblume Tagetes Patula-Hybride 'Single Gold'. Magisch angezogen von den ca. 80 cm hohen, üppig wachsenden Pflanzen dringen die Erreger in die Wurzeln ein und werden dort innerhalb von ca. 100 Tagen nahezu vollständig vernichtet. Unsere Empfehlung: Vor jeder Neupflanzung von Rosen, Erdbeeren und Obst Tagetes 'Single Gold' anstelle einer Gründüngung aussäen, außerdem alle 3-4 Jahre die Gemüsebeete damit biologisch desinfizieren. Aussaat Mai-Ende Juli. Spätestens nach dem Abfrieren wird die erhebliche Menge an Grünmasse als Nährhumus für die Bodenlebewesen in den Boden eingebracht oder kompostiert.

Das Problem lässt sich auch mit einem bunten Blumenteppich lösen

Die Alternative heißt "Boden-Therapie"
Wirksame Hilfe und zugleich einen bunten Blütenteppich zum Betrachten und Sträuße schneiden bringt eine bunte blütenreiche Gründüngung mit der Mischung 'Bodentherapie'. Sie sieht sehr gefällig aus und wird nur 30-40 cm hoch. Sie enthält als Feindpflanzen schnell blühende Sommerblumen wie Studentenblumen (Tagetes), Sonnenhut, Kokardenblume, Schöngesicht und Ringelblumen. Ähnlich wie Single Gold' werden die Schädiger zum Eindringen in die Wurzeln verlockt, wo sie sich nicht weiter vermehren können und eingehen. Unsere Empfehlung: ab Mai bis Ende Juli den Nematodenkiller, ,Bodentherapie' breitwürfig aussäen und erblühen lassen, Nach 3-4 Monaten als Gründüngung einarbeiten oder kompostieren. Besonders empfehlenswert ist die ,Bodentherapie' vor Erdbeer- und Rosenpflanzungen, sowie allgemein alle 3 Jahre zur Bodengesundung.

Tipp: Dicke Bohnen als Stickstoff- und Humusbringer

Erstaunlich viel Pflanzenmasse und natürlicher Stickstoff aus der Luft sind in Puff- oder Dicken Bohnen enthalten. Erst als Gemüse abernten, dann den Rest wieder als Nährhumus in den Boden einbringen - so bleibt die Fruchtbarkeit enthalten. Auch mit den Ernterückständen von Bohnen, Erbsen und Porree kann man viel Gutes bewirken.