| 01.Schnitt-allgemein | 05.Nachsaaten | 09.Sanden |
| 02.Schnitthöhe | 06.Vertikutieren | 10.Unkräuter |
| 03.Düngung | 07.Aerifizieren | 11.Moose |
| 04.Beregnen | 08.Schlitzen |
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| Schnitt (zurück) |
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Art
und Häufigkeit der Pflegearbeiten hängen ab vom Rasentyp, von der gewünschten Rasenqualität, den Gräser-Arten und -Sorten, der Nährstoff- und Wasserversorgung, dem Wachstumsrhythmus, der Flächengröße- u. Beschaffenheit und von der Verfügbarkeit der Maschinen und Geräte. |
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Eine
der zeitaufwendigsten Arbeiten bei der Rasenpflege ist das Mähen. Auf
belastbaren Rasenflächen ist der Schnitt für Regeneration und Bestockung der Gräser unerläßlich. Gering belastete Landschaftsrasen, an die keine hohen Ansprüche bzgl. Narbendichte, Gleichmäßigkeit und Farbaspekte gestellt werden, kommen mit ein bis zweimaligem Schnitt pro Jahr aus. In der folgenden Aufstellung sind Gräserarten nach abnehmender Schnittverträglichkeit geordnet: |
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| Flechtstraußgras
bildet selbst bei fast täglichem Schnitt, wie es auf Golfgreens üblich ist, eine dichte Rasendecke aus. Bei Festuca arundinacea und Poa trivialis
ist dagegen bei sehr häufigem Schnitt die Regenerationsfähigkeit schon
etwas eingeschränkt, |
| Weiterhin ist die Schnitthäufigkeit abhängig vom Wachstumsverlauf innerhalb der Vegetationsperiode. Nach einem langsamen Beginn erreicht die intensitätskurve zwischen Ende April und Mitte Juni einen Höhepunkt und fällt dann wieder ab. Oft erreicht die Wachstumskurve etwa im August ein zweites, allerdings geringeres Maximum. |
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Vegetationsbeginn
und -ende sowie der Wachstumszyklus sind je nach Klimalage und Witterungsbedingungen verschieden. In der Oberrheinebene kann das Wachstum der Rasenpflanzen schon im Februar beginnen, in Höhenlagen ist manchmal erst Anfang Mai ein deutliches Ergrünen zu verzeichnen. |
| Für
die Praxis ergibt sich aus diesen Zusammenhängen die höhere
Schnittfrequenz im Mai bis Juni und die niedrigere in den Herbstmonaten. Ab September können die Zeitabstände zwischen den einzelnen Schnitterminen wesentlich verlängert werden. Ebenso wie die Schnittfrequenz ist die Schnitthöhe abhängig von Rasentyp, Artenzusammensetzung, Jahreszeit, Witterung, vor allem aber von der Nutzung. |
| Golfgreens müssen extrem kurz geschnitten werden, um den kleinen Ball beim Einputten ohne größeren Widerstand und in der vorgesehenen Richtung rollen lassen. Bei Sportrasen sollte eine hohe Rückprallelastität vorhanden sein. Durch einen kurzen Schnitt wird erreicht, dass der Rasen nicht weich wird. Andererseits werden die Gräser bei kurzem Schnitt sehr strapaziert. Deshalb muß ein Kompromiss in der Schnitthöhe gefunden werden, der den Bedürfnissen der wachsenden Pflanze und den Anforderungen von seiten der Benutzer gerecht wird. |
| Schnitthöhe und Aufwuchshöhe von Rasenflächen (zurück) | ||
| Im
Frühjahr wird der Rasenmäher hoch eingestellt, so daß der erste Schnitt
nur aus einem leichten Kappen der Blattspitzen besteht. Nach und nach werden dann die Rasenmäher-Messer tiefer gestellt bis zur normalen Schnitthöhe. Bei trockenem Wetter oder in ausgesprochenen Trockenlagen darf die Schnitthöhe etwas höher sein. Bei Sportrasenflächen ist ein hoher Schnitt nur in der Spielpause oder bei weniger intensivem Sportbetrieb möglich. Die Meinungen über Entfernung oder Liegenlassen von Schnittgut sind geteilt. |
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| Für das Entfernen sprechen folgende Gründe: | ||
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| Schnittgut kann liegenbleiben bei: | ||
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| Rasentyp |
Schnitthöhe in mm |
Aufwuchshöhe in mm |
| Golfgreen | 4- 7 |
8- 12 |
| Zierrasen, Fairways | 10- 15 | 20- 30 |
| Hockeyfeld |
20-30 | 40- 60 |
| Fußballfeld |
30-50 | 60- 100 |
| Parkplatzrasen |
50-60 | 100- 120 |
| Landschaftsrasen |
60-80 |
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| Häufiges und kurzes Mähen wird von den einzelnen
Grasarten unterschiedlich gut vertragen. Feinblättrige und bodenblattreiche Arten und Sorten sind weniger empfindlich als Pflanzen mit groben Blättern und hohem Stengelanteil. Folgende Tabelle zeigt die ungefähr einzuhaltenden Schnitthöhen beim Mähen der verschiedenen Rasengräser. Diese Werte sind nicht zu unterschreiten,wenn die Gräser keine Schädigung erfahren sollen. |
| Anzustrebende Schnitthöhe bei Rasengräsern: |
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Bei regelmäßigem
Schnitt, wie er zum Beispiel auf
Sportrasenflächen üblich
ist, fallen Höherer Massenanfall
und extrem trockene Witterung verhindern die rasche Mineralisation Die Schnittqualität
wird in erster Linie durch den Rasenmäher bestimmt. Für feine Auf Gebrauchsrasen
werden häufig Sichelrasenmäher eingesetzt. Das Schnittbild ist nicht Frontbalkenmäher,
Kreiselmäher und Schlegelmäher kommen weder für das Mähen von |
| Düngung: (zurück) | ||||
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Düngermengen,
Anwendungszeltpunkt und -häufigkelt hängen ab von der Bodenart, der Rasennutzung, der Witterung und der Düngerform. Als
Anhaltswert für die Grunddüngung können die
Ergebnisse der im Boden gefundenen 15
mg P2 O5 20
mg K2 12 mg Mg |
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| . | ||||
| Jährlicher Düngerbedarf in g Reinnährstoffen je m2: | ||||
| Rasentyp | Stickstoff (N) | Phosphat(P2O5) | Kalium(K2O) |
Magnesium(MgO) |
| Zierrasen | 10-25 | 3-5 | 10-15 | 1-2 |
| Gebrauchsrasen geringe Belastung starke Belastung |
5-15 10-25 |
3-5 5-8 |
8-12 10-15 |
1-2 2-3 |
| Sportrasen geringe Belastung starke Belastung |
15-25 20-35 |
5-10 10-15 |
10-15 15-25 |
2-3 3-5 |
| Landschaftsrasen | 0-10 | 0-5 | 0-10 | 0-1 |
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Stickstoff |
| Phosphat wird zur Förderung der Wurzelbildung beim Anlegen von Rasenflächen häufig zusammen mit anderen Pflanzennährstoffen als Grunddünger ausgebracht. Bei der Verwendung von Phosphat ist zu beachten, daß seine Verfügbarkeit in extrem sauren und extrem alkalischen Böden eingeschränkt ist. Da Phosphat wenig verlagert und damit auch nur minimal ausgewaschen wird, ist eine gleichmäßige Verteilung anzustreben. |
| Kalium aktiviert viele Enzyme und stärkt die Zellwände. Es sollte vor allem auf Strapazierrasen in ausreichenden Mengen vorhanden sein, wo kräftige, krankheitsresistente Pflanzen nötig sind. In mit Sand vermagerten Böden herrscht oft Kaliummangel, der durch die hohe Auswaschung bei häufiger Beregnung noch verstärkt wird. Auf derartige Flächen sollte mindestens zweimal jährlich Kaliumdünger ausgebracht werden. |
| Calcium hat großen Einfluß auf den ph-Wert des Bodens, aktiviert einige Enzyme und ist Baustein wichtiger Verbindungen. Seine größte Bedeutung kommt ihm jedoch als Bodenverbesserer zu. Calcium fördert das Mikroorganismenleben, die Krümelstabilität sowie die Auf- und Abbauprozesse im Boden. Kalkdünger wird gerne in den Wintermonaten ausgebracht. |
| Magnesium ist wichtiger Baustein des Chlorophylls und wirkt mit bei der Phosphataufnahme durch die Pflanze. Magnesium wird meist als Bestandteil anderer Dünger ausgebracht, ebenso wie die Spurennährstoffe. |
| Beregnen: (zurück) | |||
| Um den Pflanzen auch in
Trockenperioden genügend Feuchtigkeit für das Wachstum zur Verfügung zu stellen und eine Austrocknung der Rasendecke zu verhindern, kann man den Boden bewässern. Für diesen Zweck stehen verschiedene Regnersysteme zur Verfügung. Nach Dl N 16035 Teil 2 muß die Beregnungsanlage Wassergaben von mindestens 25 l/m2 in einer Zeitspanne von 5 bis 15 Stunden ermöglichen. wobei nicht mehr als 5 l/m2 innerhalb einer Stunde aufgebraucht werden sollen. Häufige Gaben mit geringen Wassermengen sind zu vermeiden, weil dann nur die oberste Bodenschicht durchfeuchtet wird und die Wurzeln der Rasenpflanzen an der Oberfläche bleiben. Dadurch ist die Belastbarkeit der Rasenfläche stark eingeschränkt. |
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Es
kann übrigens auch zu einer Umstellung des
Pflanzenbestandes in Richtung |
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| . | |||
| Tageshöchsttemperaturen Grad Celsius |
täglicher
Wasserbrauch L/qm |
Beregnungsabstand
bei 25 L/qm Wassergabe Tag |
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| >30 | >5 | 3-5 | |
| 25-30 | 3-4 | 6-8 | |
| 20-25 | 2-3 | 8-12 | |
| <20 | <2 | >12 | |
![]() |
Nachsaaten (zurück) |
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Schaden
an Rasenpflanzen können durch vernachlässigte oder unsachgemäße
Pflege, -
zu starke Belastung -
Strapazierung bei Nässe -
natürliche Abnutzung -
mutwillige Zerstörung In
eiligen Fällen können Fertigrasen verlegt werden.
Im Normalfall werden lückige |
| Vertikutieren (zurück) |
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Filzbildung Rasenflächen
mit Filzauflage sind anfälliger gegen
pilzliche Krankheitserreger. Oft ist die Filzschichten
entstehen vor allem auf sandreichen,
sauren Böden mit eingeschränkter |
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Einige
Pflanzenarten wie Rotschwingel, Schafschwingel und Wiesenrispe neigen
besonders Um
die Bildung von Filzauflagen zu verhindern, sind
alle Maßnahmen zu vermeiden, die In
ungünstigen Lagen können sich innerhalb eines
Jahres bis zu 1 cm starke Filzschichten |
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Zusammengefaßt gibt es folgende Möglichkeiten zur Verhinderung von Filz: |
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1.)
ph-Wert im Boden von mindestens 5,5
bis 6,0 anstreben, 2.)
Arten ansäen, die nicht so stark zur Filzbildung
neigen, 3.)
keine übermäßigen Stickstoffmengen düngen, 4.)
keine unnötigen chemischen Bekämpfungsmaßnahmen
vornehmen, 5.)
keine häufigen Beregnungen mit geringen Wassermengen,
sondern lieber weniger oft
mit hohen, den Boden durchnässenden Mengen, 6.)
alle Maßnahmen zur biologischenAktivierung
des Bodens ausnutzen. |
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Ist
die Rasenfilzbildung schon zu weit fortgeschritten, muß durch
Vertikutieren Abhilfe |
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Der Rasen sollte vor
dem Vertikutieren trocken sein
und, wenn möglich, auf
2 bis 3 cm Allgemein reicht eine
Vertikutiermaßnahme jährlich
aus. Der beste Termin
zur Durchführung |
| Aerifizieren (zurück) |
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Als
Aerifizieren bezeichnet man das Einstechen von
7 bis 16 cm tiefen Löchern
in die Die
Pflegemaßnahme wird gegen Verdichtung, Verfilzung sowie bei mangelnder
Belüftung |
| Schlitzen (zurück) |
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Das
Schlitzen erfolgt mit dreieckigen Messern, die in
eine
Tiefe von 75 bis 100 mm in den |
| Sanden (zurück) |
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Bei
sehr stark belasteten und verdichteten Rasenflächen
sowie auf Böden mit hohem |
| Unkräuter (zurück) |
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Auf bestimmten Rasenflächen
wie Zierrasen, Sportrasen und Golfrasen sind Kräuter Wichtig: Beachten Sie diesbezüglich
die Gesetzgebung der einzelnen Bundesländer. Das Angebot zugelassener
Mittel ändert sich stetig.
Eine Informationshilfe ist das
jährlich neu |
| Moose (zurück) |
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Eine
häufig, vor allem im Zier- und Gebrauchsrasen als unerwünscht
eingestufte Tip: |