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Pflanzkartoffeln & Steckzwiebeln – Jetzt vorbereiten für eine reiche Ernte

Der Frühling naht und damit auch die Zeit für die ersten Arbeiten im Gemüsegarten. Pflanzkartoffeln und Steckzwiebeln gehören zu den ersten Kulturen, die in die Erde kommen, doch bevor es so weit ist, lohnt sich eine gute Vorbereitung.  Mit den richtigen Tipps zum Vorkeimen, dem optimalen Zeitpunkt und dem perfekten Standort legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Ernte. 

1. Vorkeimen von Kartoffeln – Warum und wie?

Was ist Vorkeimen?

Beim Vorkeimen werden Pflanzkartoffeln vor dem Einpflanzen an einem hellen, kühlen Ort zum Treiben gebracht. Dadurch entstehen kräftige, kurze Triebe, die nach dem Pflanzen sofort anwachsen und die Kartoffeln früher und ertragreicher entwickeln.

Die Vorteile: 

  • Frühere Ernte: 1–2 Wochen Zeitersparnis 

  • Höherer Ertrag: Mehr und größere Knollen 

  • Bessere Widerstandskraft: Kräftige Pflanzen sind robuster gegen Krankheiten 

  • Sicherheit: Du erkennst faule oder kranke Kartoffeln sofort und kannst sie  aussortieren 

So funktioniert's – Schritt für Schritt: 

  1. Kartoffeln auswählen: Wähle mittelgroße Pflanzkartoffeln (30–50 g) mit mindestens 2–3 Keimen aus 

  1. Zeitpunkt: Etwa 4–6 Wochen vor dem Pflanzen beginnen (ca. Mitte März für April-Pflanzung) 

  1. Der richtige Platz: Ein helles, frostfreies Plätzchen – ideal sind 10–15 °C, z.B. eine kühle Fensterbank, ein Gewächshaus oder ein Frühbeet 

  1. Lagerung: Kartoffeln in Kisten oder Eierpappen auslegen, damit sie nicht übereinander liegen – das verhindert Druck und Fäulnis 

  1. Feuchte: Die Kartoffeln nicht gießen, aber leicht anfeuchten. Sie dürfen nicht austrocknen,  aber auch nicht nass sein 

  1. Belüftung: Für gute Luftzirkulation sorgen – das beugt Pilzbefall vor 

  1. Kontrolle: Nach 2–3 Wochen sollten grüne, kurze Triebe sichtbar sein (2-3 cm). Faulige oder befallene Kartoffeln jetzt aussortieren 

TippVerwende zur Lagerung spezielle Anzucht Behälter oder kleine Pflanzkörbe sie bieten  optimale Belüftung und sparen Platz.

Der perfekte Standort und Boden

Licht und Wärme

Kartoffeln und Zwiebeln brauchen viel Sonne:

  • Mindestens 6–8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag
  • Ein sonniger, nach Süden ausgerichteter Platz ist ideal
  • Das fördert das Wachstum und reduziert Pilzerkrankungen

Der richtige Boden

  • Locker und krümelig: Kartoffeln brauchen lockere Erde, um ungehindert zu wachsen
  • Gut drainiert: Staunässe führt zu Fäulnis – wichtig vor allem bei Zwiebeln
  • Nährstoffreich: Eine gute **Pflanzerde oder Kartoffelerdeʺ sorgt für optimale Nährstoffversorgung
  • pH-Wert: Neutral bis leicht sauer (6,5–7,5) ist ideal
  • Keine Kalkung direkt vor dem Pflanzen: Das begünstigt die Kartoffelfäule

Boden vorbereiten:

  1. Beete im Herbst mit Kompost oder verrottetem Mist anreichern
  2. Im Frühling etwa 2–3 Wochen vor dem Pflanzen umgraben/lockern
  3. Grobe Verdichtungen auflösen
  4. Bei schwerem Lehmoboden: Sand oder Kompost einarbeiten (Ratio 3:1)

Fruchtfolge beachten: Kartoffeln nicht auf demselben Platz wie im Vorjahr pflanzen. Mindestens 3–4 Jahre Abstand halten, um Bodenmüdigkeit und Krankheiten zu vermeiden.

Der ideale Pflanzzeitpunkt

Wann wird's Zeit? 

  • Frühe Sorten: Ab Mitte April
  • Mittelfristige & späte Sorten: Ende April bis Mai
  • Steckzwiebeln: Ab Mitte April bis Mai

Wichtig: In der Regel erst nach den Eisheiligen (15. Mai) pflanzen – Frost beschädigt die Triebe.                      Der Boden sollte mindestens 8–10 °C warm sein. 

Pflanzen leicht gemacht

Abstände beim Pflanzen:

  • Kartoffeln: 30–40 cm in der Reihe, 60–70 cm zwischen den Reihen
  • Steckzwiebeln: 20–25 cm in der Reihe, 30–40 cm zwischen den Reihen

Pflanztiefe:

  • Kartoffeln: 8–10 cm tief in die Erde legen (die Triebe müssen oben herauskommen)
  • Steckzwiebeln: Nur so tief, dass die Spitze noch herausschaut (ca. 2–3 cm)

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Pflanzlöcher graben oder mit einem Kartoffelstecher stanzen
  2. Kartoffeln/Zwiebeln auslegen
  3. Lockere Erde auffüllen
  4. Leicht andrücken, nicht festtreten
  5. Gießen (besonders bei Trockenheit)
  6. Optional: Eine Mulchschicht (3–5 cm) ausbringen – das spart Wasser und unterdrückt Unkraut

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